Diakoniegemeinschaft

Jede Diakonisse weiss sich persönlich von Jesus Christus zum gemeinsamen Glauben, Leben und Dienst in die Diakoniegemeinschaft berufen und gibt nach bestem Vermögen ihre Liebe mit ihrem Leben und Dienen weiter.

Einst

Über Jahrzehnte haben die Diakonissen in einem erfüllten Arbeitsleben ihre Kräfte eingesetzt in der Krankenpflege, in der Betreuung betagter Menschen, in der Betreuung von Kindern, im Betreiben von Kurhäusern und in der Berufsausbildung für Krankenpflege.

Heute

Heute sind alle 15 Diakonissen pensioniert. Die meisten wohnen im Mutterhaus, eine auf der Pflegeabteilung, drei in einer Wohngemeinschaft und zwei in einer eigenen Wohnung. Einige kleiden sich nach wie vor mit der traditionellen Tracht der Diakonissen, andere tragen schon seit Jahren Zivilkleider.

Der Gedanke der Diakonie bleibt jedoch weiterhin lebendig. Im Alltag stehen die tägliche gegenseitige Unterstützung und die Fürbitten, füreinander und für die Welt, im Fokus. Weiterhin wird das Glaubensleben miteinander gestaltet in Gebetszeiten, Bibelstunden und Andachten, wie auch im Feiern von Festen. Die Entwicklung der Diakonie Bethanien und der der Diakonie Bethanien nahestehenden Unternehmen wird mit grossem Interesse und Anteilnahme verfolgt.

Zukunft

Das Älterwerden und die ständig abnehmende Zahl der Diakonissen verlangt in Demut loszulassen und sich immer wieder neu zu orientieren, in welcher Form sich die Gemeinschaft den Gegebenheiten und Anforderungen der Gegenwart stellen soll. Wie können sie auch heute noch ihrem Auftrag folgen?

Sie vertrauen auf die Weisungen Gottes, die richtigen Schritte zu tun.

Sicher ist, die Mutterhausdiakonie im Bethanien läuft auf ein Ende zu. Aber für alle steht fest, Diakonie wird sich in anderen Formen weiterentwickeln.

Buch: Bewegende Frauengeschichten aus einer anderen Zeit

Diakonissen erzählen aus ihrem Leben

Daniela Schwegler und Susann Bosshard-Kälin lassen in diesem Buch 20 Diakonissen zu Wort kommen, Frauen, die nicht die traditionelle Biografie von Ehe, Familie und Mutterschaft gewählt, sondern sich für den eigenständigen Weg einer Diakonisse entschieden haben. Was sind die Gründe für einen Lebensweg im Dienste des Nächsten? Was bewegte evangelische Frauen, einzutreten in eine Gemeinschaft, die der Ehelosigkeit, der Armut und dem Gehorsam verpflichtet ist? Das Buch ist mehr als die Summe vieler eindrücklicher Lebenszeugnisse, es ist eine sozial- und kulturgeschichtlich höchst aufschlussreiche Dokumentation einer Lebensform, wie sie wohl schon in wenigen Jahren der Vergangenheit angehören dürfte.

Die Frauengeschichten dieses Buches geben einen ganz persönlichen Einblick in höchst individuelle Schicksale. Sie stellen gleichzeitig ein einmaliges zeithistorisches Dokument dar und stehen für 100 Jahre Pflegetradition und diakonisches Wirken. Das Spektrum ist breit: Es reicht von der Kinderkrankenschwester, Krankenpflegerin, der Gemeindeschwester, Pflegeschulleiterin, der Hebamme, Diätköchin, Oberin, Kurhausleiterin, Apothekerin und Lehrbeauftragten bis zur Doktorin der Palliativpflege und Psychotherapeutin.

In einem Anhang vermitteln die Autorinnen einen kurzen Abriss über die Geschichte der Diakonie und über die bekannte Diakonie Bethanien Zürich, dessen Betreuungsangebote mehrere Wohn- und Pflegeheime für betagte Menschen, eine Institution für palliative Pflege, aber auch Kindertagesstätten und betreutes Wohnen für Mutter und Kind umfasst und das den Geist der Diakonie 100 Jahre nach ihrer Gründung in eine neue Zeit weitertragen will.

Diakoniegemeinschaft
Restelbergstrasse 7
8044 Zürich
Telefon 043 542 80 20
info [at] bethanien.ch