KiEl Bethanien St. Gallen

Mit dem KiEl Bethanien St. Gallen bietet die Diakonie Bethanien seit 2016 ein zweites Angebot für Kinder und Eltern in schwierigen psychosozialen Lebenssituationen. Dabei handelt es sich in der ganzen Ostschweiz um das einzige sozialpädagogisch geführte, voll betreute Angebot für Familien - und das in der Stadt St. Gallen.

Wichtiges für Eltern

In unseren Einrichtungen in Zürich wie in St. Gallen stärken wir Mütter wie Väter in ihrer Persönlichkeit. Wir wollen sie befähigen, ihren Alltag selbständig gelingend zu gestalten, sodass ihre Kinder sich in einem gesunden, geborgenen Umfeld entwickeln können. Wichtig ist uns eine gute Zusammenarbeit. Wir besprechen mit den Eltern ihre Lebenssituation. Sie können mitbestimmen an welchen Zielen wie gearbeitet werden kann. Mit jeder Familie wird eine persönliche Zukunftsplanung gemacht und individuelle Abmachungen getroffen.  Alle Eltern besuchen eine ambulante Psychotherapie.

Kleinkinder bringen einen schnell aus dem Konzept. Wir unterstützen Eltern, wenn ein Baby schreit oder ein Kind trotzt. Wir begleiten die Familien, wenn ein Kind nicht essen oder schlafen will und unternehmen gemeinsame Ausflüge. Wir geben Entlastung, wenn eine Mutter, ein Vater, mit den Kräften am Ende ist. Auch springen wir ein, wenn Eltern externe Termine wahrnehmen müssen und unterstützen beim gemeinsamen Haushalten. Für Probleme haben wir ein offenes Ohr. So beraten wir auch, wenn es zu Konflikten mit dem Partner oder dem Vater des Kindes kommt.

Wir lassen niemanden allein, was den Umgang mit Beiständen oder der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) betrifft. Wir geben ausführliche Einschätzungen zur Erziehungsfähigkeit. Wir unterstützen die Eltern in der Zusammenarbeit mit den Ämtern, damit sie verstehen, was zum Beispiel die KESB von ihnen möchte und was ihr wichtig ist.

Unter der Woche sind Besuchende in den Nachmittagsstunden von 14 bis 18 Uhr willkommen, am Wochenende nach Absprache.

Für extern wohnende Elternteile sowie extern wohnende weitere Kinder gelten spezielle Vereinbarungen. Erwünscht ist eine gute Zusammenarbeit, die sich nach der individuellen Situation richtet. Die Besuche erfolgen in Absprache mit den Beiständen sowie dem KiEl Bethanien.

Betreuung und Begleitung

In der Ostschweiz beheimatet, betreut das KiEl St.Gallen bis zu 16 Familien. Auf der Wohngruppe im Betreuten Wohnen, bieten wir Platz für acht Familien. Hinzu kommen im Begleiteten Wohnen in den  Aussenwohnungen nochmals acht Familien. Im Rahmen der Gleichwertigkeit werden im KiEl Bethanien die Väter genauso gefördert wie die Mütter.

Betreutes Wohnen
Der Langzeitaufenthalt ist in drei Stufen gegliedert. Während der Stufe 1 wohnt die Familie auf einer der beiden Wohngruppe. Die Unterstützung und Entlastung durch das Fachpersonal wird an 365 Tagen angeboten. Die Familien teilen sich die grosszügigen Gemeinschaftsräume und den Garten. Pro Familie stehen zwei Schlafzimmer zur Verfügung. Wie ein Tag im betreuten Wohnen ablaufen kann, erfahren Sie hier.

Begleitetes Wohnen
Mit dem Wechsel in die Stufe 2 findet ein Umzug von der Wohngemeinschaft in eine Wohnung in derselben Liegenschaft statt. Dort wird das in der Stufe 1 Erlernte in einer grösseren Selbständigkeit erprobt und integriert. Festigt sich die Eigenständigkeit der Familie weiter, wird ein Wechsel in die Stufe 3 möglich. Während sich die Begleitung bedarfsorientiert reduziert, findet zeitgleich eine Vorbereitung auf das Leben ausserhalb des institutionellen Rahmens statt. Die Betreuung in Stufe 2 und 3 umfasst eine pädagogische Wochenabdeckung von Montag bis Freitag und eine Notfallabdeckung jeweils nachts und am Wochenende.

Das Diagnostikmodul bietet Behörden und/oder Eltern, die nicht sicher sind, welche Hilfestellung aktuell benötigt wird, Abklärungen an. Während vier Monaten wird der Hilfsbedarf aller Familienmitglieder eruiert. Konkret werden die Erziehungsfähigkeiten und die Lebensbewältigungsstrategien ermittelt, die Risiko- und Schutzfaktoren erhoben und der Stand der Entwicklungen des Kindes erfasst.  Empfehlungen zu möglichen Unterstützungsmassnahmen, ob stationär oder ambulant, können danach abgegeben werden.

Um nach dem Austritt den Übergang in die eigene Wohnung so sanft wie möglich zu gestalten, und somit eine höhere Erfolgschance zu garantieren, wird nach dem Austritt Sozialpädagogische Familienbegleitung angeboten. Das KiEl Bethanien St.Gallen bietet diese Nachsorge mit den vertrauten Bezugspersonen entweder zu Hause oder im KiEl Bethanien St.Gallen an.

Behörden und Beistandspersonen

Wir begleiten Eltern in schwierigen psychosozialen Situationen kurz- und langfristig. Am nachhaltigsten ist der Aufenthalt in den KiEl Bethanien, wenn die Entwicklungsplanung entlang unseres dreistufigen Models erfolgt. Wir legen dabei viel Wert auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ämtern und Beratungsstellen. Oft kommt uns eine Vermittlerrolle zwischen Behörden und Eltern zu.

Beide Standorte sind an 365 Tagen geöffnet. Es wird eine bedarfsorientierte 24-Stunden-Betreuung angeboten. Den gesamten Aufenthalt planen wir individuell und transparent mit Partizipation der Betroffenen und einer lösungs- und ressourcenorientierten Grundhaltung. Dabei achten wir stets auf das Kindeswohl, die vorhandene Erziehungsfähigkeit und die Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten. Regelmässig werden die Ziele sowie der Aufenthalt an den Standortgespräche mit den Behörden ausgewertet und die Entwicklungsschritte der Familie in einem Bericht festgehalten.

Erfahrungsgemäss schätzen Behörden, dass wir verschiedenste Faktoren systematisch erfassen und analysieren – und zwar kontinuierlich. Dazu zählen die elterliche Erziehungsfähigkeit, die Risiko- und Schutzfaktoren sowie der Entwicklungsstand des Kindes. Darüber hinaus erarbeiten wir konkrete Empfehlungen für die Zeit nach dem Austritt.

An beiden KiEl Bethanien Standorten arbeitet jeweils ein interdisziplinäres Team eng zusammen zum Wohl der Familie. Im Sinn der systemischen Denkweise berücksichtigen wir auch die Netzwerke der Eltern und das interdisziplinäre Helfernetz. Externe Psychologinnen und Spieltherapeutinnen decken die ärztlich verordneten Therapien ab.

Die häufigsten Fragen (FAQ)

Antworten an Behörden & Beistände

Am Anfang stehen ein bis zwei Gespräche sowie eine Besichtigung des KiEl Bethanien zusammen mit den Kindern. Auch eine Kostenklärung ist vor dem Entscheid für eine Aufnahme unabdingbar. Grundsätzlich ist ein Aufenthalt im KiEl Bethanien dann angezeigt, wenn eine ambulante Unterstützung der Familie nicht ausreicht.

Möglich sind Aufenthalte von drei Monaten bis zu drei Jahren. Die Erfahrung zeigt, dass eine genügend lange Aufenthaltsdauer die Nachhaltigkeit der Massnahme erhöht. In der Regel ist es sinnvoll, das gesamte Dreistufenmodell zu durchlaufen.

Es gibt keine Altersbeschränkungen. Unser Angebot richtet sich an Kinder aus psychosozial belastetem Kontext, deren psychische und physische Gesundheit akut oder längerfristig als gefährdet erscheint.

Für eine Aufnahme im KiEl Bethanien ist für die Eltern eine Kostengutsprache der Sozialbehörde der Wohngemeinde nötig. An beiden Standorten werden Kinder durch den Kanton mitfinanziert. Für sie muss eine Kostenübernahmegarantie von den jeweiligen Ämtern vorliegen.

Beide KiEl Bethanien Standorte sind dem Bereich A der  interkantonalen Vereinbarung für soziale Einrichtungen (IVSE) unterstellt.

Der GBL für das Kind und die Eltern richtet sich nach den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS). Die Wohnnebenkosten (Elektrizität, Wasser, Serafe) sind in den Tagestaxen inbegriffen.

Elternfragen

Die Mindestaufenthaltsdauer beträgt drei Monate, kann jedoch je nach Entwicklung länger sein. Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Familien sicher ein halbes Jahr im KiEl Bethanien wohnen. Der Aufenthalt dauert so lange, bis sich die Familiensituation stabilisiert hat und das Kindswohl gewährleistet ist.

Im Betreuten Wohnen findet jeden Morgen ein gemeinsames Programm mit Gruppenaktivitäten statt. Die Nachmittags-gestaltung erfolgt individuell. Auch die Wochenenden lassen sich separat regeln. Einen beispielhaften Tagesablauf finden Sie hier.
Im Begleiteten Wohnen gestalten die Eltern den Tagesablauf selbständig kinderfreundlich. Während der Woche schläft die Familie immer im KiEl Bethanien.

Ja. Im Betreuten Wohnen teilen sich jeweils zwei Familien eine Küchenzeile. Zum Kochen gehört auch das selbständige Einkaufen. Im Begleiteten Wohnen hat jede Familie eine eigene Wohnung mit Küche.

Unter der Woche kann von 14 bis 18 Uhr Besuch empfangen werden, am Wochenende in Absprache. Für Väter, Partner und allfällige weitere Kinder gelten spezielle Vereinbarungen.

Ja. In Absprache mit dem KiEl Bethanien und je nach Vereinbarung mit der Beistandsperson.

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Anke Knetemann
Leiterin KiEl Bethanien St. Gallen

Einblicke ins KiEl Bethanien St. Gallen

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